TV-EDU180 Problembasiertes Lernen in Holland - was ist das? – Studienberatung2go!

Studienberatung2Go! – Problembasiertes Lernen in Holland

Willkommen zu Studienberatung 2go! Heute geht es um das sogenannte „Problembasierte Lernen“. Einer von vielen guten Gründen für ein Studium in Holland. Ihr wollt wissen was das ist? Dann bleibt dran!
In einem wesentlichen Punkt unterscheidet sich das Studium in Holland vom Studium in Deutschland: Während in Deutschland der Studieninhalt überwiegend durch Vorlesungen, Übungen und Seminare vermittelt wird, steht in den Niederlanden das so genannte ”problembasierte Lernen” kurz PBL im Vordergrund. PBL ist ein pädagogisches Konzept dessen Lehrmethode auf Kenntnissen der Kognitiven Psychologie basiert und diese in sogenanntes „aktives Lernen“ umwandelt. Im Vordergrund steht die Frage, wie der Mensch „von Natur aus lernt“ um insbesondere vernetztes Denken zu fördern. Wie der Name schon sagt werden Lehrinhalte in einen Kontext realer Probleme und Praxissituationen eingebunden und somit besser und flexibler verinnerlicht.

Ein Beispiel hierzu: Im Rahmen von betriebswirtschaftlichen Studiengängen ermöglichen
z. B. viele holländische Hochschulen den Studierenden, schon im Studium eine Firma zu gründen und ihre Lernerfolge direkt am Realmodell zu testen! Eingeführt wurde diese Form des Studierens übrigens Mitte der 70er Jahre an der Universität Maastricht im Fachbereich Medizin und hat sich schon seit langem als gängige Unterrichts Form an holländischen Hochschulen etabliert. Grob gesagt lässt sich PBL in folgende Schritte einteilen:
Schritt eins: in kleinen Gruppen wird das schon vorhandene Wissen zu einem Thema zusammengetragen und Problemstellungen definiert.
Schritt zwei: zu diesen Problemen werden im Brainstorming verschiedene Hypothesen erarbeitet und anschließend geordnet .
Im dritten Schritt diskutiert man dann alles und es werden die Lernziele festgelegt, um offengelegte Wissensdefizite abzudecken.
Schritt vier: die Teilnehmer recherchieren nun Selbst, um die formulierten Lernziele zu erarbeiten.
Im letzten Schritt werden alle Ergebnisse zusammengetragen und eine Synthese erarbeitet, diese wird dann allen Gruppen vorgetragen, so haben alle etwas davon

Der Problemgesteuerte Unterricht ermöglicht ein „Aktives Studieren“, statt sich Lehrinhalte von Dozenten im Frontalunterricht für die Massen „vorkauen zu lassen“. Die Lehrkörper fungieren hier als sachkompetente Unterstützer. Kleine Gruppen gehören ebenso zu diesem Konzept wie eine enge persönliche Begleitung durch Dozenten. Außerdem werden gezielt die sozialen Kompetenzen und die Teamfähigkeit gestärkt, gerade für die Zeit nach dem Studium ein wichtiger Punkt. Ihr seht, ein Studium in Holland ist gerade für offene und kommunikative Menschen mit viel Wissbegier sehr Interessant. Alle Infos auf www.studieren-in-holland.de